Hotel Utopia – Von der Vision zur Realität
Roger Lütolf
In wenigen Tagen öffnet die Igeho ihre Tore und damit auch die Sonderschau «Hotel Utopia», welche die utopische Zukunft der Hotellerie zeigt.
Begonnen hat alles im Frühling 2024 mit einem Workshop bei der Messeleitung. Die Idee war, das 60-Jahr-Jubiläum nicht rückblickend zu feiern, sondern 60 Jahre in die Zukunft zu schauen. Mit diesem Gedanken durfte ich nach Hause gehen.
Daraus wurde ein richtig grosses Abenteuer!
Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut haben wir diskutiert, wie das Hotel der Zukunft aussehen könnte. Daraus entstand das Grobkonzept mit vier Themenwelten: von «Schlaf, Erholung und Illusionen» über «Gesundheit, Wellbeing und Umwelt» und «Ernährung, Food und Hospitality» bis zu «Arbeit, Prozesse und Robotik».
Dann begann die eigentliche Arbeit: Welche Visionen lassen sich umsetzen? Wie utopisch darf es werden? Welche Partner passen zur Idee? Und wer geht den Weg mit, auch wenn noch nicht alles fertig geplant ist? Es war klassisches Projektmanagement mit klaren Zielen, viel Kommunikation, Diskussionen, Rückschlägen und noch mehr Energie.
Umso schöner ist es, heute zu sehen, was daraus entstanden ist:
Hotel Utopia zeigt, wie Technologie Hoteliers unterstützen kann, von KI bis Robotik. Wir machen die Customer Journey erlebbar, von der Begrüssung über den digitalen Check-in bis zum Hotellift. Der utopische KI-Film «Hotel 2085» lässt tief in die Zukunft blicken und wird viele Diskussionen auslösen. Auch die AR- und VR-Erlebnisse sorgen für Staunen und Inspiration.
Auf der Bühne diskutieren Expertinnen und Experten täglich die vier Themenbereiche, die wir gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut definiert haben. Ich freue mich besonders auf diese Gespräche, weil sie unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und zeigen, wie vielfältig die Zukunft der Hotellerie gedacht werden kann. Es wird auch kontrovers – und das ist gut so, denn genau daraus entstehen neue Ideen.
Ein besonderes Highlight ist das Utopia Dining der Hotelfachschule Thun: kein klassisches Menü, sondern ein Esserlebnis der Zukunft, das Zukunftsessen, Nachhaltigkeit und Digitalisierung verbindet. Ich finde es unglaublich wertvoll, dass sich die gesamte Klasse so intensiv mit der Ernährung der Zukunft, der Präsentation und der Rolle der Digitalisierung auseinandergesetzt hat und ihre Ideen nun umsetzt. Solche Diskussionen über die Zukunft gehören für mich zur modernen Bildung. Es macht mich stolz, dass die Studierenden diese anspruchsvolle Aufgabe angenommen haben. Das braucht Mut und hoffentlich wird er mit vielen Buchungen belohnt.
"Ich bin stolz auf das, was entstanden ist – visionär, inspirierend und voller Leidenschaft." Roger Lütolf
Ein grosses Dankeschön geht an die Igeho, die dieses Projekt möglich gemacht und den Mut hatte, neue Wege zu gehen. Danke, dass ihr meine Ideen getragen habt und ich das Konzept entwickeln, das Projekt von A bis Z leiten und umsetzen durfte. Dass ich nun sogar als Host der Sonderschau vor Ort sein darf, ist für mich ein besonderes Highlight und der schönste Abschluss dieses Projekts.
Mein Fazit:
Grosse Ideen entstehen aus Neugier, Ausdauer, starken Partnern und ganz viel Herzblut.
Ich freue mich auf alle, die an der Igeho in der Sonderschau Hotel Utopia vorbeischauen, staunen, ausprobieren und mit mir über die (utopische) Zukunft der Hospitality sprechen möchten.